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Dies ist quasi nur meine Kurzvorstellung.
In den Unterseiten stelle ich ergänzend dar, was in der "speziellen" Phase meines Lebens in den Sinn kam.
Wer bin ich:
Die Eve gibt’s eigentlich schon über 50 Jahre, sollte ich der Planung meiner Eltern nach schließlich ein Mädchen werden. Darum steckte ich von Anfang an in Rosa Kleidchen. Rosa ist auch heute noch meine Lieblingsfarbe. Ich will nicht sagen, das mich das geprägt hat, aber meine ganzes Kindheit verlief eher atypisch.
Die Jahre vergingen, die Haare wuchsen, ebenso die Schuhsohlen. Es war eine wilde Zeit und direkt zu Beginn der Pubertät kamen in mir Zweifel auf. Ich probierte und genoss die Sachen meiner Mutti und Anderer.
Ich wurde dann Mann, lerne ein Mädchen kennen, heiratete und wir bekamen eine Tochter. Ich steigerte meine Aktivitäten in Freizeit unter den Kumpels und auf der Arbeit. Hatte nie Zeit für mich. Und wenn? Dann schnüffelte ich an Damenwäsche. Probierte sie, genoss es und befriedigte mich darin und daran.
Das ging so weiter bis April 2008. Dann passierte, was ich niemanden zur Lebensmitte wünschen möchte, mich erwischte der „Burn Out“. Nachdem ich jahrzehntelang rund um die Uhr gearbeitet hatte, stand ich vor einem seelischen Problem, was ich versucht hatte, durch reichliche Alkoholeinnahme und überflüssige Nahrungszunahme zu bewältigen. So kam es, das ich am 10.04.08 das erste Mal im Leben zum Arzt ging und dieser mich auf dem Verkehr zog. Erste Diagnose: Stress und Adipositas (Fettleibigkeit). Nach der Blutuntersuchung stand fest, was ich natürlich schon fast erwartet hatte: Diabetes (Blutzucker). Dennoch war es gewissermaßen ein Schock, aber auch Erleichterung, da ich nun gezwungen war endlich an mich selbst zu denken.
Das tat ich dann. Keine Fresssucht, kein Bierchen, nur noch Gemüse, … ich nahm ruck-zuck ab, was mein Körper wiederum nicht wirklich verkraften wollte. Sämtliche Organe bäumten sich auf und arbeiteten quasi gegen mich. Fix und fertig, wurde ich dann ins Krankenhaus eingeliefert, wo ich a) rundum untersucht wurde und b) wieder aufgepäppelt wurde.
Hatte ich bisher gewissermaßen Urlaub gemacht, so folgte nun die Phase der absoluten Ruhe. Irgendwann begann ich über mich selbst zu reflektieren und im Kopfkino ging so manches vor sich. Ich war angespannt wie noch nie, ich dachte mein Kopf platzt. Und dann eines Nachts allein im Krankenhaus, mitten in den schönsten Träumen, gab es einen Riesen-Knall in meinem Kopf und ich wachte auf. Ich erwachte im Bewusstsein, das ich doch eigentlich gar kein Männchen bin, sondern eine richtige Frau. Ab dann änderte sich schlagartig die ganze Welt um mich herum. Als Erstes erwischte ich mich, das ich mich zum Wasserlassen hinsetzte.
In der Folge wurde fast wahnsinnig mit dem Gedanken, das mein ganzes Leben sozusagen völlig falsch gelaufen ist.
Ich lernte und begeisterte mich für alles Weibliche um mich herum. Und ich war es. Die Eve war da, als hätte es den alten Macho vorher gar nicht gegeben.
Und weil ich zunächst und überhaupt erst einmal an mir selbst gezweifelt habe, habe ich mich ganz genau im Web umgeschaut, wie denn das mit dem Transsein so ist. Und weil ich damit noch immer nicht zurecht kam, habe ich meinem Hausarzt davon erzählt. Der hat mir dann einen Psychologen empfohlen, der hat mit mir den ganzen Kram aufgearbeitet und ab dann stand es wohl fest. Ich bin transsexuell.
Was ich bin und will:
Ich will und werde irgendwann einmal komlett das sein, was ich innerlich bin, eine Frau. Ja, mit OP und allem Drum und Dran(ab).
Aber, - ganz einfach ist das nicht.
Ich habe kurz vor'm Peng ein Haus gebaut; das kostet Geld. Geld habe ich nicht.
Ich habe (noch) eine Ehefrau, die mich früher zwar häufig mal erwischt hat, aber mit meiner heutigen Situation nicht klar kommt. Sie akzeptiert einfach nicht, das ich nun Anders bin.
Ich bin übrigens noch immer nicht wieder gesund. Nach der simplen Diabetes folgten schwere Schmerzen in Füßen und Händen. Man nennt das Polyneuropathie (vielschichtige Nervenleitungsstörung). Diese Krankheit ist zwar reichlich verbreitet, aber da die meisten ganz einfach damit zurecht kommen und unsere Neurologen ja auch überleben wollen, bekommen die ein Päckchen Psychopharmaka in die Hand und fertig. Bei mir ists allerdings ein schwerer Fall. Ich habe jetzt ca. 1/2 Jahr sehr gelitten, bin jetzt in Behandlung eines fähigen Internisten mit Hausärtzlicher Versorgung, ener Schmerztherapeutin, eines Psychologen, einer Neurologin und eines Schmerz-Physiotherapeuten. Ich nehme täglich 16 bunte Pillen und komme mitlerweile an dem Punkt an, wo ich endlich einmal darüber nachdenken kann, was "Überleben" bedeutet.
Habe ich mir früher immer vorgespielt, der große Macho zu sein, um mein Innerstes im Keim zu ersticken, so ist es heute so, das ich doch eher umgekehrt agiere. Ich spiele der Umwelt gegenüber vor, ein Mann zu sein.
In wie weit das so weitergeht, weiß ich absolut nicht. ich hoffe einfach momentan auf ein Wunder.
Sexuelle Vorlieben und überhaupt:
Das ist ein nicht unwesentlicher Teil von mir. Früher hat es mir Spaß gemacht, an Wäsche zu schnüffeln, sie zu tragen und mich dabei zu beglücken.
Das hat sich kollosal geändert. Ich bin was ich bin und betrachte die Frauenwelt heute ganz Anders als früher. Und ich finde, das die überwiegende Mehrzahl der Frauen (insbesondere meines Alters) nicht wirklich so weilich aussehen, wie uns die Medien glauben machen. Die Meisten sind doch eher von Typ "Unisex". So sehe ich mich aktuell auch. Klar gibt es Situationen wo es mich wieder packt ;-) und an Schuhgeschäften vorbeizukommen ist und bleibt ganz schön schwierig.
Die Sache mit der Liebe: Tja, - plötzlich war ich Frau, was nun? Was stellt Frau nun mit sich an? Da ich ja nicht, wie einige Andere vielleicht in die Situation/Rolle hineingewachsen bin, sondern quasi über Nacht davor stand, war es so, als fehlte mir so etwas wie eine zweite Pubertät. Die habe ich wohl durchlebt.
Zuerst war ich fest davon überzeugt, das ich unbedingt einen Mann brauche. Und ich habe mich tatsächlich in einen richtigen Mann aus Fleisch und Blut verliebt. Da waren sie nun, diese Gewissensbisse. "Bin ich schwul?" "Ist denn das normal?". ich habe viel darüber nachgedacht.
Und dann, allein zu Hause, beim Lesen ansprechender Literatur oder betrachten von diversen Filmchen, schwankte ich hin und hier mit mir und meinen Wünschen.
Ich habe viele nette Frauen kennengelernt zwischenzeitlich. Und wenn auch immer wieder mal die wage Idee kam, es doch mal mit einem Mann zu versuchen, so schwand die Lust mehr und mehr.
"Bin ich lesbisch?" so habe ich mich gefragt und es mit meiner Freundin Jutta diskutiert. Und weil sie sich zu der Zeit genau die selbe Frage stellte, beschlossen wir, das zusammen und mit Hilfe einer Yahoo-Gruppe auszuloten.
Last, but not least existiert eine Frau in meinem Leben, die mich sehr beeinflusst. Uns trennen zwar hunderte von Kilometern, was jedoch für unsere gegenseitige Liebe kein wirkliches Problem darstellt. a) es gibt ja das Web und b) das Telefon!!!
Das Internet und ich:
Wir waren schon immer Eins. Das liegt daran, das ich als Entwickler eine ganze Menge zum Erfolg des Internets, des Datenaustauschs zwischen Geschäftspartnern und der Konzerninternen Kommunikationstechnologien beigetragen habe.
Als Systementwickler kannte ich mich aus mit Suchmechanismen und begeisterte mich schon immer für Yahoo. Einige Accounts habe ich angelegt, um für meine Aufgaben mehrere zuverlässige, unabhängige E-Mail Adressen zu besitzen. Davon ist nicht mehr viel geblieben. Aktuell bin ich als Männchen mit einem Account, einer E-Mail Adresse vertreten, besitze darunter 4 Gruppen und chatte hin und wieder.
Als Eve gibts mich auch bereits eine ganze Weile, besitze 8 Gruppen und chatte sehr viel. Nebenbei sammle ich sämtliche Transen der Welt als Profilverbindung (im Juli 2009: 2200 Stk.) und veröffentliche eine unabhängige Liste von sinnvollen Gruppen.
Weil ich weiß, wie wackelig die Existenz einer Y!-Gruppe ist, weil sie davon abhängt, wie seriös sie ist, habe ich gemeinsam mit einer Freundin das Moderationsteam J&E gebildet. Wir administrieren mittlerweile 8 Gruppen zu verschiedenen Themen.
Liebe Grüße,
eure Eve
p.s.: Falls ihr mal Fragen habt, fragt mich einfach!
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